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Periskop 2005 / 04
Autor: Dorit Gade
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Editorial

Mit dem Thema Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (MAE), in der Umgangssprache als Ein-Euro-Jobs bezeichnet, haben wir uns bereits in unserer letzten Ausgabe beschäftigt. Zum damaligen Zeitpunkt wurde darüber nur mit großer Skepsis und Vorbehalte geredet. Die Medien vermittelten den Eindruck, dass die Verarmung ganzer Bevölkerungsgruppen bevorstand.

In dieser Ausgabe interessierte uns, welche Erfahrungen, nach nunmehr knapp einem Jahr, mit den MAE´s gemacht wurden. Kurz zur Erinnerung: die MAE starteten im Oktober 2004 zunächst als Modellprojekt. Die Teilnahme war zu diesem Zeitpunkt noch freiwillig und die Teilnehmer konnten jederzeit, ohne Sanktionen von den Arbeitsämtern befürchten zu müssen, die Arbeit wieder beenden. Entgegen erster Befürchtungen wurden die Arbeitsgelegenheiten sehr gut angenommen und häufig von den Arbeitslosen selber beantragt. Erst seit dem 1.1.2005 wurde die Teilnahme an einer MAE Maßnahme verpflichtend.

Zum Thema befragten wir Herrn Michelmichel von der Senatsverwaltung. Dabei interessierte uns vor allem die Erfahrungen mit der Zusatzqualifizierung für die MAE Teilnehmer. Herr Jarkow, Geschäftsführer vom Jobcenter Neukölln beurteilt dieses arbeitsmarktpolitische Instrument für seinen Bezirk als sehr sinnvoll. Frau Schmitt-Wollschläger von der Industrie und Handelskammer ging insbesondere auf die Positivliste ein. Herr Menninger, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtverbandes Berlin, berichtete von den Erfahrungen der Mitgliedsvereine. Außerdem führten wir ein Gespräch mit Herrn Lenk, Einsatzleiter der Diakonie Station Steglitz, der MAE Kräfte bei sich beschäftigt. Wir erhielten Beiträge von Frau Dr. Böhm und Herrn Dr. Hage, die jeweils ihren Standpunkt zum Thema vertraten sowie einen Artikel von Herrn Wimberg, der als Dozent seine Erfahrungen mit diesem Klientel schildert.

Bei unserer Recherche für diese Ausgabe wurden wir mehrfach gefragt, an welche Zielgruppe sich unsere Zeitschrift wendet. Periskop wird an die Mitarbeiter der Senatsverwaltung, der Kammern, der jeweiligen Jobcenter und Arbeitsagenturen, der Vereine und Organisationen, die sich mit arbeitsmarktpolitischen Themen befassen geschickt. Ferner liegt Periskop in allen Bibliotheken und den entsprechenden Fachbereichen der Universitäten im gesamten Bundesgebiet.

Wir wünschen allen Lesern ein Frohes Neues Jahr

Für die Redaktion

Dorit Gade